Hotels, Lodges und Resorts in Australien

Die Auswahl an Unterkünften in Australien ist immens gross. Die Unterkunftsmöglichkeiten umfassen eine breite Palette – vom Luxushotel bis zur Herberge für Rucksackreisende (Backpacker) ist das Angebot breit gefächert. Die Verfügbarkeit stellt meist nur in der australischen Urlaubssaison (Dez./Jan.) und an den so genannten Long Weekends (Wochenenden mit Feiertagen im Anschluss) ein Problem dar, dann kann es heißen “Sorry, No Vacancies”, wir sind leider ausgebucht. Auch die Metropolen leiden zuweilen unter einem Hotelzimmer-Mangel. Dann nämlich, wenn Messen und Konferenzen oder besondere Ereignisse (z.B. Australien Tennis Open in Melbourne im Januar, Formel 1 im März in Melbourne, Mardi Gras Festival in Sydney) zu Engpässen und hohen Preisen führen. Ansonsten ist es für den Reisenden meist kein Problem, ein Zimmer zu bekommen.

Ein breites Angebot an Unterkünften in Australien

• Luxushotels: In den Metropolen des Landes findet man die Namen bekannter Luxushotel¬ketten (Sheraton, Hilton, Hyatt¬ u. a.). Daneben existieren klassische Luxushotels, wie z.B. das Windsor in Melbourne oder das Observatory Hotel in Sydney, die jedoch meist auch großen Hotelketten angegliedert sind. Luxushotels liegen preislich bei A$ 250 bis A$ 400 DZ/Nacht. Dafür wird dann auch der erstklassige Service eines 5-Sterne-Hauses mit internationalem Niveau geboten. Wenn schon Luxus, dann sollte auch auf die richtige Lage des Zimmers geachtet werden: Nichts ist schöner (und teurer) als z.B. ein Zimmer mit Opera View in Sydney!

• Badehotels, Strandhotels, Ferienresorts, Insel-Resorts Auf den Inseln des Great Barrier Reef sowie an den Küsten des nordischen Queensland und Westaustraliens findet man ausgesuchte, sehr luxuriöse Badehotels und Ferienanlagen, die höchsten Ansprüchen genügen (ab A$ 250 DZ/Nacht). Hier kann sich der Reisende, der das Land auf (meist anstrengenden) Rundreisen erfahren hat, hervorragend entspannen, bevor es zurück nach Europa geht. Die Wettersicherheit ist groß, allein in der Regenzeit muss in der tropischen Zone mit kurzen, starken Regenfällen und seltenen Wirbelstürmen gerechnet werden.

• Nationalpark-Lodges: Inmitten vieler Nationalparks befinden sich großartige Nationalpark Lodges und komfortable Camps, in denen man inmitten der Natur übernachten kann.

• Hotels: Preisgünstiger und weit verbreitet sind Hotels der gehobenen Mittelklasse (A$ 120–250 DZ/Nacht): Novotel, Parkroyal, Travelodge, Holiday Inn, Quality Hotels, Comfort Inn Hotels u.a. In den Städten liegen viele Häuser zentral und verkehrsgünstig. Die Hotels bieten mit Restaurants, Bars, Klimaanlagen, Pools und Wäscheservice einen hohen Komfortstandard. Bei preisgünstigeren Unterkünften müssen Abstriche hinsichtlich der Ausstattung und Lage gemacht werden.

• Motels: In allen Städten, Kleinstädten und selbst entlegenen Dörfern gibt es preiswerte Motels. Sie haben sich ganz auf die Bedürfnisse der Pkw-Reisenden eingestellt, d. h., man kann mit dem Auto meist bis vor die Tür fahren. Nachteil: Sie liegen meist an viel befahrenen Ein- und Ausfallstraßen. Restaurant, Swimming-Pool, Teeküchen (Tea and coffee making facilities), Fernseher und Klimaanlagen sind ein weit verbreiteter Standard. Billige Motels sind meist eine gute Alternative zu Doppelzimmern in Backpacker-Hostels – preislich gibt es kaum noch einen Unterschied.

• Apartments: Apartments gibt es in den Hauptstädten und Touristenzentren. Die fast immer als Selbstversorger-Ferienwohnungen (self contained) ausgelegten Häuser sind im Regelfall komplett mit Küchenzeile, TV, Radio, Klimaanlage ausgestattet, dazu werden in Ferienresorts sportliche Aktivitäten (z.B. Golf oder Tennis) gegen Aufpreis angeboten. Für den Touristen, der durch das Land reist, kommen Selbstversorger-Apartments erst ab ca. drei Nächten in Frage, da meist eine Mindestmietdauer vorgeschrieben wird. Bei mehreren, gemeinsam Reisenden oder Familien werden Mehrbett-Apartments (2–3 Schlafzimmer) preislich interessant, nicht zuletzt durch die Möglichkeit, sich selbst zu kochen und dadurch die Reisekasse zu schonen.

• Cabins: Für preisbewusste Reisende oder Familien, die ohne Wohnmobil oder Zelt unterwegs sind, lohnt sich der Weg auf die Caravan Parks. Fast alle verfügen über feststehende Hütten oder Bungalows (Cabins), die mit 4 bis 6 Schlafplätzen (inkl. Bettwäsche), Klimaanlage, Küche und Dusche/WC ausgestattet sind. Der Zustand der Cabins ist bei den bekannten Ketten Big 4 und Top Tourist Park gut und man kann von gepflegter Sauberkeit ausgehen. Bei den günstigeren Budget-Cabins werden die sanitären Anlagen des Campingplatzes genutzt. Meiden Sie On-Site Vans – alte Wohnwagen, die auf Campingplätzen manchmal noch vermietet werden, aber meist ziemlich runtergekommen sind und deshalb langsam aussterben. Der Preis für eine Cabin liegt bei ca. A$ 40 bis A$ 90 pro Nacht.

• Hotelgutscheine/Hotelpässe: Hotelgutscheine eignen sich sehr gut für Individualreisende. Anbieter von Hotelpässen ist Choice und Best Western. Sie reisen kreuz und quer durch den Kontinent und bezahlen ihr Hotelzimmer mit im Voraus erworbenen Hotelgutscheinen. Der Übernachtungspreis ermäßigt sich durch einen solchen Hotelpass erheblich. Nachteil: Man ist an eine bestimmte Kette gebunden und verliert dann doch wieder die Flexibiltät.

• Jugendherbergen und Backpacker Hostels sind preiswerte, unabhängige Herbergen mit offener und gastfreundlicher Atmosphäre für junge und jung gebliebene Rucksacktouristen. Die praktisch in jedem Ort vorhandenen Hostels sind im Vergleich zu Jugendherbergen weniger restriktiv, was z.B. Öffnungszeiten angeht. Es stehen Mehrbettzimmer (Dormitories), Doppel- und Einzelzimmer zur Verfügung. Die Preise schwanken zwischen A$ 15 und A$ 40, je nach Ausstattung, Lage und Zimmerkategorie. Eine Selbstkocherküche und Waschmaschinen sind vorhanden, Bettzeug kann geliehen werden, ein eigener Schlafsack sollte vorhanden sein. Da der Standard der einzelnen Hostels je nach Eigner und Mitarbeiterstab stark schwankt, sollte man sich vor der Bezahlung die Zimmer zeigen lassen! Achten Sie auf Ihre Wertsachen in den Hostels. In Mehrbettzimmern herrscht eine offene Atmosphäre, und Langzeitreisende sind eher knapp bei Kasse! Es gibt ca. 150 Youth Hostels in Australien, die der Youth Hostel Association (YHA) angegliedert sind. Um zu übernachten, benötigt man die Mitgliedschaft im Internationalen Jugendherbergswerk. Wer über keinen JH-Ausweis verfügt, kann in Australien eine YHA-Mitgliedschaft in jeder Jugendherberge erwerben. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Mit einem Jugendherbergsausweis kommt man außerdem in den Genuss von Preisnachlässen, z.B. bei Bustickets. Übernachtungen kosten für Mitglieder 18 bis 50 A$ (je nach Lage und Zimmerkategorie), Nichtmitglieder zahlen ein paar Dollar mehr. Die Ausstattung der Häuser ist mittlerweile sehr gut: Mehrbett-, Doppel- und Einzelzimmer, Küche, gemeinschaftliche Sanitärräume und Waschmaschinen sind die Regel. Die Öffnungszeiten sind flexibel geregelt, eine Folge der starken Backpacker-Hostel-Konkurrenz¬.

Tipps
• Ausgezeichnete und äußerst umfangreiche Unterkunftsverzeichnisse (Accomodation Guides) werden von den Automobilclubs der einzelnen Bundesstaaten herausgegeben (nur in Australien erhältlich). Die Fremdenverkehrsämter der Bundesstaaten verfügen ebenso wie die lokalen Tourist Offices über verlässliches Informationsmaterial.
• Reisen Sie ohne vorgebuchte Hotels durch das Land, so rufen Sie wenigstens ein oder zwei Tage vorher bei einem Hotel an, um eine Reservierung zu tätigen. Dies vermeidet eine Sucherei am Ankunftsort und beugt der Gefahr vor, ganz ohne „Bett“ dazustehen. Bei einer telefonischen Reservierung wird häufig eine Kreditkartennummer erfragt.
• Wenn alle Stricke reißen und Sie abends noch keine Unterkunft haben: Checken Sie den nächsten Campingplatz und fragen Sie nach einer freien Cabin oder einem freien Stellplatz, sodass notfalls im Auto übernachtet werden kann!
• Bei begrenzter Reisezeit ist es ratsam, die Unterkunft vorab zu buchen. Dies gilt insbesondere für den Tag nach Ankunft im Land (oder nach einem Inlandsflug in einer Stadt) und wenn die Orientierung in der fremden Umgebung noch fehlt. In Städten sollte eine zentrumsnahe Unterkunft gewählt werden, sind doch die meisten Sehenswürdigkeiten der Städte auch dort angesiedelt.
• Sind Sie über den Zimmerstandard oder die Sauberkeit eines Hotels/Motels im Zweifel, scheuen Sie sich nicht, das Zimmer vor Bezug zu begutachten. Viele Hotels laden dazu geradezu ein („Inspections Welcome“).

Preisabstufungen (unverbindliche Richtwerte, Preise pro Zimmer):
$ unter A$ 60 Budgetunterkunft, z.T. Mehrbettzimmer (Hostel, Jugendherberge)
$$ A$ 75–140 Motel, einfaches Hotel oder Bed-&-Breakfast-Haus
$$$ A$ 140–220 Mittelklasse-Hotel/Motel
$$$$ A$ 220–350 gute bis sehr gute Hotels und Resorts
$$$$$ über A$ 350 Luxushotels, Inselresorts, exklusive Lodges

Hinweis: Diese Preisklassifizierung stellt einen groben Richtwert dar, da die Preisgestaltung der einzelnen Hotels durch Zimmereinrichtung, Lage, Ausstattung und Saisonzeiten/Veranstaltungen/Messen variabel ist.
Die Klassifizierung der Hotels und Motels durch Sterne (1–5) ist in Australien nicht einheitlich geregelt, die Einstufung erfolgt jedoch meist nach den Grundsätzen des australischen Autoclubs. Dennoch: Preise und Qualität innerhalb einer Klassifizierungsgruppe können erheblich schwanken!

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